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Feb
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Langsam wird’s echt langweilig…

…ich sitze in der Küche, und auf dem Herd brodelt das Gulasch. Der Spätzleteig steht neben Wein und Bier auf dem Balkon, der Salat wartet darauf, geputzt zu werden.

Zeit, die letzte Woche Revue passieren zu lassen.

Am Mittwoch bin ich vom Coffeeshop direkt zu Ryan gefahren – Abendessen war angesagt! Ryan hatte Sofrito gemacht, eine sehr leckere spanische Soße aus Tomaten, Paprika und Olivenöl, dazu gab’s Fisch und Baguette. Noch ein Rezept, das gleich aufgeschrieben wurde! (Wenn ich die ganzen Sachen nachkoche, muss ich erstmal übersetzen – und bei den amerikanischen Rezepten auch noch umrechnen…1 cup ist soundso viel, 1 tablespoon sind 3 teaspoons, oder wie auch immer das alles ist)

Den Donnerstag habe ich, wie so viele Donnerstage, mit Aufräumen, Wäsche und ein bisschen Unterrichtsplanung für’s Collège: die Anfänger haben die Monate und Jahreszeiten gelernt, mit den wunderbaren 3e EURO gab’s Vorbereitung auf die B1-Prüfung und die netten Gruppen aus der 5e und 4e wurden mit öffentlichen Verkehrsmitteln gequält – offensichtlich war’s aber gar nicht so langweilig, wie ich befürchtet hatte – sie waren alle überrascht, als es plötzlich schon geklingelt hat. Danke, BVG!

Am Abend hat Anna ihren Geburtstag gefeiert – mit vielen Chips und Süßigkeiten, Unmengen Kartoffel- und Broccoligratin und einer überschaubaren Menge Wein. Mit der letzten Metro haben wir uns auf den Weg zu den Péniches gemacht – und sind auf das berühmt-berüchtigte Q-Boat gegangen, bei dem ich bisher noch jedes Mal abgewiesen worden war. Im Nachhinein bin ich darüber nicht traurig – so toll fand ich’s (und der Großteil der anderen Mädels) nicht, zu schicki-micki. Also sind wir nach nicht einmal 10 Minuten auf’s La Marquise weitergezogen, das ich sehr gerne mag – viel lockerer, bessere Musik und angenehmere Leute. Ausnahmsweise war’s aber leer, und außer Sophie und mir wollte niemand bleiben. Letzte Station des Abends war die sichere Bank Le Sirius – gerammelt voll mit Zwergen! Obwohl einige davon etwas aufdringlich waren, war’s ganz nett – irgendwann allerdings wurde es mir dann doch zu viel, gemeinsam mit Sophie und Anna habe ich mich auf den Fußweg nach Hause gemacht und bin todmüde ins Bett gefallen.

Am Samstag war Verdi angesagt, Michael und ich haben mal wieder von unserer Carte Entrée Libre Gebrauch gemacht. Das Orchester sah teilweise gewohnt teilnahmslos aus, die Sänger waren in Ordnung, und ich bin eingeschlafen. Nur kurz. Aber trotzdem…

Nach dem Konzert haben wir Ryan getroffen, um Falafel essen zu gehen. Satt waren wir danach nicht und haben einen kleinen Abstecher zum Tandoori-Laden gemacht – gerammelt voll! Ich habe nicht gezählt, aber es waren definitiv weit mehr Leute in diesem winzigen Raum als hineinpassten. Endlich satt und zufrieden, sind wir mit Ryans Wein zu mir gefahren, haben ein bisschen gequatscht – und uns derart verquatscht, dass Ryan seinen letzten Bus verpasst hat und nach Hause laufen musste und die beiden den Nachtbus nehmen mussten.

Der Sonntag stand wieder ganz im Zeichen des Fußballs – Rachel und ich haben gerufen – und Ryan ist gekommen…magere Ausbeute der Massen-SMS…Wir sind trotzdem zum Spielen gekommen: mit zwei kleinen Franzosen-Jungs und ihren Eltern. Die Kinder waren total niedlich – und haben Englisch mit uns gesprochen, sie waren total stolz darauf, dass sie sich mit uns unterhalten konnten! (Als wir uns verabschiedet haben, ist ihnen aufgegangen, dass wir auch Französisch sprechen – tja, zu spät!) Gute Fußballspieler, das haben wir festgestellt, sind wir nicht: Ryan, Rachel, ich und ein Franzosenvater haben gegen die beiden Jungs, den zweiten Vater und eine Mutter verloren…schön war’s trotzdem, matschig auch – ein perfekter Nachmittag im Park! Anschließend ging’s verdreckt nach Bellecour, Ana hatte über Facebook einen ihrer Massenaufrufe gestartet – und wir waren so zahlreich, dass nur ein etwas seltsames

(Die Gäste kommen, die Küche ruft – Fortsetzung folgt!)


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