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10-Tage-Bilanz 2010

In einem Satz zusammengefasst: Wenn das Jahr so weitergeht, wie es angefangen hat, wird es verdammt gut! Here’s why:

Silvester war ein voller Erfolg – keine Böller, keine Raketen, dafür jede Menge leckeres Essen (wir hatten natürlich Unmengen übrig…) in netter Gesellschaft, und um Mitternacht waren wir mit unserem Sekt auf dem Place St Jean, einem meiner liebsten Plätze in Lyon. Ein paar Fotos vom Abend:

Obwohl es an Silvester gar nicht sooo spät geworden war, war an Neujahr hauptsächlich Schlaf und Erholung angesagt. Michael ging es mindestens genauso gut wie mir, und wir haben das Neujahrskonzert auf den 2. Januar verschoben.

Zum Glück haben wir es nicht ganz ausfallen lassen, denn es war das beste Konzert, dass ich bisher vom Orchestre National de Lyon gesehen habe – eine Auswahl von Jacques Offenbach, mit Gesang und Tanz, quasi. Nur die Blumendeko und die bunte Weihnachtsbeleuchtung an diversen Schlaginstrumenten war weniger schön.
Als hätten wir an Silvester noch nicht genug davon gehabt, sind wir nach dem Konzert zu Michael gefahren, um mehr Raclette zu essen – jetzt reicht’s aber erstmal!

Am 4. ging, wie berichtet, schon wieder die Schule los…die 3 Stunden waren so ermüdend, dass ich den Nachmittag verschlafen habe – und dafür am Dienstag für meinen langen Tag topfit war…am Ende war ich völlig geschafft – zum Glück ging’s nach etlichen nervigen Klassen erfreulicher weiter: den ursprünglichen Plan (Happy Hour im Berthom mit Patrick und Konsorten) habe ich über den Haufen geworfen, um mit Rosalie und Ryan in Croix-Rousse Kaffee trinken zu gehen. Auch dieser Plan sollte sich noch ändern: im Anschluss an Kaffee und heiße Schokolade gab’s Tapas à la française, unglaublich lecker und überraschend preiswert. Und als hätten wir immer noch nicht genug vom Abend gehabt, sind wir zu Rosalie gegangen und haben mit ihren englisch-französischen Karteikarten ein Vokabelquiz gemacht.

Den Mittwoch habe ich zum Schlafen, zum Einkaufen, Aufräumen und Wäschewaschen genutzt. Am Nachmittag ist Ryan vorbeigekommen, und wir haben die letzten Weihnachtsplätzchen vernichtet – vollgestopft, aber glücklich! Auch Ulrichs kniffliges Hauptstädteraten konnte dem nichts anhaben – er ist auf dem Gebiet ein wandelndes Lexikon, aber Ryan und ich haben uns ganz gut geschlagen😉

Am Freitag, wie gesagt, hatte ich überraschend keine Schule und habe mich mit anderen Assistenten (unter anderem Michael, Rosie und Sonya) in der Épicerie zum Mittagessen getroffen – wie immer köstlich! Danach haben Michael, Sonya und ich uns in die Soldes gestürzt: Alles ist reduziert, aber gefunden habe ich trotzdem nichts! Spaß gemacht hat es eigentlich auch nicht besonders, denn es hat ununterbrochen weitergeschneit, es war eiskalt und rutschig – und nur ein bisschen schön.

Durchgefroren, wie wir waren, haben wir beschlossen, dem Mittagessen noch eins draufzusetzen – Crêpes chez Michael et Sonya waren angesagt! Nach dem Essen gab’s noch eine Mini-Dance party in Sonyas Zimmer, Michael hat uns für ne andere Verabredung verlassen und ich habe noch stundenlang mit Sonya gequatscht – ein unerwartet cooler Freitag!

Leider musste ich am Samstag früh raus – Assistententag im Goethe-Institut, 7 lange Stunden von 9.30 bis 16.30. Wegen des Schnees fuhr kein einziger Bus, und wir waren ganze 10, die es zum Goethe-Institut geschafft haben. Zuerst ging’s um Musik/Lieder im Unterricht, wir haben uns einiges angehört und ein paar hilfreiche Hinweise bekommen, was man außer Lückentexten noch machen kann. Der zweite Teil nach der Mittagspause mit Sandwiches, Tee und Keksen war zwar teilweise unterhaltsam bis albern, aber leider weniger hilfreich – es ging um das Deutsch-Mobil und Sprachanimation, also darum, wie man Schülern, die kein Wort Deutsch können, mit Spielen usw. Lust auf Deutsch machen kann…nunja, man soll ja niemals nie sagen – aber werde ich das brauchen?

Später war ich im Kino und habe mir Bright Star angesehen, der neueste Film mit Ben Whishaw – der, natürlich, klasse gespielt hat. Trotzdem hat mich der Film nicht vom Hocker gerissen, er war etwas langatmig, und nach 7 Stunden Goethe-Berieselung war ich doch recht müde und wäre einige Male fast eingeschlafen.

Und jetzt sitze ich schon seit Stunden mit Rosie und Ryan in einem Café in Croix-Rousse – der Unterricht für morgen ist vorbereitet, und es wird langsam Zeit für’s Abendessen…

(Ja, richtig, es geht ständig ums Essen, ich hab’s auch gemerkt – diese Woche war ein kulinarisches Fest!) Alors, espérons que l’année continuera comme ça!


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