07
Okt
09

Aller Anfang ist schwer…

…besonders dann, wenn man nachlässig wird, was regelmäßiges Bloggen angeht…nun gut, versuche ich’s trotzdem mal:

Gestern war ich mal wieder in der Schule, erst um 11 Uhr, wunderbar! Zuerst war ich mit Catherine in einer Seconde LV2, es gab wieder das altbekannte Spiel: Ich stehe vorne und die Schüler stellen mir Fragen. Es gab nichts Neues zu erzählen, die Fragen waren nahezu identisch wie am Montag. Anschließend hatte ich meine Stunde mit Gilles. Und die war wirklich beeindruckend, französischer Fremdsprachenunterricht, wie man ihn sich vorstellt: Er hat eine Klassenarbeit besprochen – das heißt, dass er vorne stand, an die Tafel geschrieben und geredet hat und die Schüler haben einfach alles abgeschrieben. Wenn ihn jemand unterbrochen hat, weil er eine Frage hatte, gab’s gleich einen Anschiss…Lerneffekt: 0 bis -1. Nachdem er alle Aufgaben angepinselt hatte, war ich an der Reihe – er hatte vorher gar nicht mit mir besprochen, wie die Vorstellungsrunde ablaufen sollte, und so stand ich dann vor 34 Vorstadtfranzosen. Gilles hat sich hinten reingesetzt und mich machen lassen: Ich habe kurz gesagt, wer ich bin und wie ich heiße (meinen Namen habe ich natürlich angeschrieben, der überfordert doch die meisten hier), und habe dann die Schüler gebeten, mir Fragen zu stellen, um mehr zu erfahren. Lief so lala, es waren halt immer die gleichen, die etwas gefragt haben. Der Großteil der Klasse saß rum und war mehr oder weniger ruhig. Ich bin sehr gespannt, wie das laufen wird mit denen!

Danach waren ohnehin 2 Freistunden im Plan, Catherine meinte aber, ich müsste zur Stunde um 2 nicht kommen, und Gilles wollte mich um 3 auch nicht haben, also bin ich mit Ryan, dem Englisch-Assistenten aus Michigan, ins Centre Commercial Part-Dieu gefahren, wir haben Sandwiches gegessen und waren ein bisschen shoppen. Er hat sich ein französisches Kinderbuch gekauft, um zu üben, und ich habe für Maxi ein Geburtstagsgeschenk gekauft, „L’histoire française pour les nuls“ (Französische Geschichte für Dummies). Ryan und ich haben so viel gequatscht, dass es auch schon wieder Zeit für mich war, in die Schule zurückzufahren. Als nächste Klasse stand eine Seconde Section Européenne an. Diese Klassen haben zusätzliche Deutschstunden (bzw. jede andere gewählte Fremdsprache) und ein anderes Fach in der Fremdsprache. Die Gruppe war relativ klein, 22 Schüler. Raphaelle hatte für die Klasse einen Bogen vorbereitet, auf dem sie Stichpunkte zu möglichen Fragen sowie Modellsätze aufgeschrieben hatte. Bevor ich eine Frage beantworten durfte, sollte immer ein Schüler die Frage nochmal als „Chloé/Pierre hat gefragt, wie alt Sie sind“ stellen, meine Antwort wurde als „Unsere Fremdsprachenassistentin hat geanwortet, dass sie 21 Jahre alt ist“ wiederholt. Diese Gruppe war sehr interessiert, einige Schülerinnen haben immer mehr Fragen gestellt und es hat viel Spaß gemacht. Nach einer Viertelstunde sind ihnen dann doch die Fragen ausgegangen und Raphaelle hat mich nach Hause geschickt, weil sie sowieso nur noch Grammatik machen wollte – schön, statt um 18 Uhr war ich also um 16.15 Uhr fertig.

Ich bin nach Hause gefahren, habe Maxis Geschenk in Zeitungspapier eingepackt und habe ein Mousse au Chocolat gegessen, bevor ich mich fertig gemacht habe, um mit Anna im Ed noch etwas zu trinken zu kaufen. Wir sind zusammen zu Maxi gelaufen, sie wohnt nur 10 Minuten von uns – perfekt! Außer uns waren noch ihre englischen Mitbewohnerinnen Aasha und Bee, ein paar andere Assistentinnen und eine Quotenfranzösin da. Maxi hatte ein total tolles Büffet mit Salat, Käse, Schinken, Gemüse usw. vorbereitet – oooh, und der Nachtisch! Tarte au chocolat von Sabrina und Macarons von Larissa – lecker, lecker, lecker! Wir waren kurz vorm Platzen!

Jeanne, Sabrina, Larissa, Anna

Jeanne, Sabrina, Larissa, Anna

von Selbstauslöser-Queen Maxi arrangiert

von Selbstauslöser-Queen Maxi arrangiert

Irgendwann machte sich Müdigkeit breit, die meisten anderen mussten heute früh raus und wir sind nach Hause gegangen. Zum Glück konnte ich ausschlafen!

Was ich heute sonst noch gemacht habe, erfahrt ihr morgen – denn jetzt muss ich mich fertig machen – wir gehen in ein deutsch-französisches Café! bonne soirée à tout le monde!


1 Response to “Aller Anfang ist schwer…”


  1. 08/10/2009 um 10:34

    Hi Hannah, ich war 2005 in Lyon und genieße es richtig, mal wieder was aus der Stadt zu „hören“ – Danke für’s bloggen!
    Liebe Grüße aus Berlin;-)


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