Archiv für Oktober 2009

30
Okt
09

ja, ich lebe noch!

In den letzten 2 Wochen war ich etwas beschäftigt, der ausführliche Beitrag ist schon in Arbeit. Jetzt nur ein kurzes Hallo von mir…und Fotos vom gestrigen Abend mit Pizza, Wein und Freunden:

aufgehübschte Fertigpizza

aufgehübschte Fertigpizza

da war die Welt noch in Ordnung...

Da war Anas Welt noch in Ordnung...

...dann war der Sangria alle

...dann war der Sangria alle

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Sam, Jack, moi

und damit höre ich für jetzt schon wieder auf…Fortsetzung (bzw. Rückblick) folgt, versprochen!

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18
Okt
09

Meeting Romeo

Am Freitag war ich sehr spät aus der Schule zurück – trotz Fahrdienstes…Feierabendverkehr in und um Lyon. Deshalb war ich ein wenig unter Zeitdruck, das Essen rechtzeitig fertig zu kriegen. Es gab meine Allzweckwaffe, Nudeln mit Hackfleisch-Gemüse-Soße, wie so oft. Inzwischen habe ich mich mit den richtigen Gewürzen eingedeckt, so dass ich endlich mal wieder etwas schärfer würzen konnte. Meine Gäste waren etwas spät, so dass das Gemüse ein bisschen zu weich geworden ist, aber tant pis! Wenigstens hatte ich deshalb noch Zeit, den Salat zu machen. In weiser Voraussicht hatte ich reichlich gekocht, so dass ich gestern nochmal davon essen konnte und eine Portion einfrieren konnte. Am Freitag machte sich bald Müdigkeit breit, besonders bei Fabian, Annas Freund, der erst am selben Tag in Lyon angekommen war. Der Wein tat sein Übriges, und ich habe tief und fest geschlafen.

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Den Samstag hatte ich zum großen Waschtag erklärt – aber zunächst stand noch der Abwasch vom Vorabend an…als ich die Gläser, Teller und Töpfe geschrubbt habe, sind mir erstmal die Vorteile eines Geschirrspülers richtig bewusst geworden…die Waschmaschine zu bestücken war ein kleines Abenteuer, weil ich die französischen Bezeichnungen nicht kannte und auch mein Wörterbuch nicht weiterhalf. Aber anscheinend habe ich das richtige Programm gewählt, alles ist in Form geblieben, keine Baby-Größen, Schwein gehabt!

Am Abend war ich zu Lizzys 21. Geburtstag eingeladen. Sie ist eine Englisch-Assistentin, ich hatte sie vergangene Woche im Pub kennen gelernt. Wir haben uns an der Funiculaire-Station getroffen und sind alle zusammen zu ihrer Schule gegangen, in der sie wohnt – ein schon von außen beeindruckendes Gebäude. Innen herrschte Hogwarts-Atmosphäre – Säulengänge, Treppen, alte Gemäuer. In dem Gebäudetrakt, in dem die Assistenten untergebracht sind, sah’s etwas weniger schön aus, aber der Blick war überwältigend – über ganz Lyon, die Basilika in Fourvière, fantastisch! Ich habe versucht, es zu fotografieren, aber meine Kamera war dafür ungeeignet.

Der Abend war nett, außer den Englisch-Assistenten, die ich zum größten Teil schon kannte, waren diesmal auch einige andere Nationen vertreten: Palästina, Russland, Spanien, Italien, und ich mal wieder als einzige Deutsche. Steven hat vergeblich versucht, eine Strafkasse einzurichten, um sicherzustellen, dass Französisch gesprochen wird  – einige der anderen Assistenten konnten nur wenig Englisch – aber auch ohne Strafandrohung haben wir uns verständigt.

In der Assistenten-Küche

In der Assistenten-Küche

mit Ruth und Michaels langem Arm

mit Ruth und Michaels langem Arm

Nachdem wir uns an Wein, Marshmallows und Kartoffelchips wahlweise mit Beefsteak- oder Chorizo-Geschmack gütlich getan hatten, sind wir zu den Péniches weitergezogen. Irgendwie sind wir auf einem Boot gelandet, auf dem eine private Party anlässlich der Filmfestspiele in Lyon stattfand – keine Ahnung, wieso wir eingelassen wurden, einige andere, die später zu uns stoßen wollten, wurden abgewiesen. Auf dem Boot kam Romeo ins Spiel: Erin und eine Freundin waren in der Oper und haben einen Sänger mitgebracht, Amerikaner und nur kurz in Lyon. (Genau genommen hatte ich mit Romeo nichts zu tun, aber mir ist keine Überschrift eingefallen). Irgendwann wurden wir, wie so oft, müde und sind gegangen – natürlich zu Fuß, verdammte Nachtbusse, die nie dann fahren, wenn man sie braucht! Rosalie war mit mir unterwegs, so dass die Zeit beim Quatschen doch schnell vergangen ist.

Heute habe ich gebügelt und geputzt, meinen Unterricht für morgen vorbereitet und gefaulenzt. Um 6 werde ich Jack und ich weiß nicht wen noch treffen, um ein bisschen rauszukommen. 😉 Mal sehen, vielleicht gibt’s ja zur Abwechslung mal einen Döner…hatte ich schon lange nicht mehr…

16
Okt
09

Newsticker…Newsticker…Newsticker

Ich habe heute 4 Stunden Unterricht hinter mir, die Haelfte davon zwar nur passiv, aber immerhin…heute um halb 8 habe ich mich auf den weiten Weg nach St Laurent gemacht; es war noch dunkel und verdammt kalt – ich freue mich schon auf meinen Wintermantel! Die Busfahrt war unspektakulaer wie immer  – sogar noch weniger aufregend, denn inzwischen weiss ich, wann ich aussteigen muss, und springe nicht mehr in letzter Sekunde auf, um noch rechtzeitig rauszukommen. Als erstes stand eine 3e auf dem Programm, die ich noch nicht kannte – also nochmal das altbekannte Spiel „Klasse fragt, Hannah antwortet“. Danach eine Freistunde und schliesslich mit Annick zusammen eine Gruppe der 3e EURO, die ich auch noch nicht geshen hatte. Wie die Stunde anfing, muss ich wohl nicht erwaehnen. Nach der Mittagspause, die ich mit Annick damit verbracht habe, einen Text einer Physiklehrerin, mit dem sie sich fuer irgendeine Deutsch-Pruefung bewirbt, zu korrigieren, sowie meine gestern Abend muehevoll (…) erstellten Arbeitsblaetter auszudrucken und zu kopieren, stan mein erster eigener Collège-Unterricht an. In weiser Voraussicht hatte ich neben dem Partnerinterview zur Praesentation noch eine zweite Aufgabe vorbereitet. Gebraucht habe ich sie nicht. Gleiches Spiel anschliessend in der 5e, gerade im 2. Lernjahr. Die sind schon sehr, sehr klein! Aber niedlich. Die Stunde musste ich sogar ueberziehen, weil es mit ihnen doch sehr lange gedauert hat, den Interviewbogen ueberhaupt erstmal zu verstehen. Alle haben sich vorgestellt – und ich habe fast keinen Namen behalten. Da ich die Gruppen erst nach den Ferien wiedersehen werde, habe ich mir allerdings, wie ich beschaemt zugeben muss, auch keine allzu grosse Muehe gegeben – in 3 Wochen waere sowieso jegliche Erinnerung verblasst. Jetzt sitze ich noch in der Schule im Lehrerzimmer (daher auch die etwas unuebliche Schreibung und eventuelle Tippfehler – die franzoesische Tastatur killt mich, kein Buchstabe ist da, wo er hingehoert!) und warte auf meinen heutigen Fahrdienst, Thomas. Noch 10 Minuten, dann geht’s nach Hause und erstmal zum Casino, einkaufen fuer heute Abend –  ich koche, juhu!

alors, bonne journée à tous!!

15
Okt
09

Hello Routine

Oh, ich schäme mich…schon 4 Tage ohne Neuigkeiten von mir…so ist das, wenn der Alltagsstress losgeht (ich liege gerade in meine Decke eingekuschelt auf dem Sofa im Wohnzimmer).

Update Sonntag:

Wir haben uns noch eine Performance bei den Subsistances angeschaut, es war sehr, sehr toll und auch wieder sehr französisch. Danach bin ich wieder nach Hause gegangen und habe mich mental auf Montag vorbereitet, 8 Uhr in Décines.

Montag

Ich war rechtzeitig um 7.40 in der Schule – von Raphaele keine Spur: Ich sollte mit ihr Unterricht haben, dachte ich, wusste aber die Raumnummer nicht. Also zum Sekretariat, nachgefragt, Raum gesucht – und eine andere Klasse gefunden. Zurück auf dem Weg ins Sekretariat kam mir Raphaele entgegen, die mich suchte: Ich sollte nicht MIT IHR Unterricht haben, sondern alleine mit der Klasse – was sie mir leider nicht vorher gesagt hatte. Gut, es war eine Terminale EURO, 5 Schüler, das ging…Allerdings musste ich mir zuerst Schlüssel besorgen, der Raum war leider auch besetzt, so dass wir noch einen freien Raum suchen mussten und schließlich um 20 nach 8 anfangen konnten. Ich musste improvisieren, und da ich die Schüler noch nicht kannte, habe ich mich erstmal vorgestellt, bevor sie sich vorgestellt und von einer Klassenfahrt nach Deutschland erzählt haben – so haben wir die Zeit irgendwie rumgekriegt (und die Namen habe ich schon wieder vergessen…). Die übrigen Stunden waren okay, ich habe bei Catherine hospitiert und hatte um 11 Schluss. Nachmittags habe ich nicht viel unternommen, ich war nur einkaufen, beim Ed-Discounter.

Dienstag

Mein langer Tag – von 11 bis 18 Uhr, allerdings mit Freistunden. Zuerst wieder Hospitation bei Catherine, danach eine sehr französische Deutschstunde bei Gilles, anschließend habe ich mit Ana und einer Spanischlehrerin in der Kantine zu Mittag gegessen; es gab Hähnchen und Bulgur, und es hat sogar einigermaßen geschmeckt! Die restliche Zeit bis zur nächsten Stunde mit Catherine habe ich lesend und dösend verbracht. Als Abschluss des Tages stand Raphaeles Seconde EURO an, und wieder war ich mit den Schülern alleine. Wieder Vorstellungsrunde, was sonst! Und so verging die Zeit…um 10 vor 6 klingelte es, endlich Feierabend! Ich bin nach Hause gefahren, habe mir nur schnell einen Salat gemacht und habe weiter nichts unternommen.

Mittwoch

Ich habe geschlafen, geschlafen, geschlafen und gebadet. Schön, wenn man frei hat – bei der Eiseskälte, die draußen herrscht (nur noch 13°C und Wind, aber immerhin Sonne), bleibe ich gerne etwas länger liegen. Am Nachmittag war wieder ein Workshop im Goethe-Institut, diesmal zum Thema Mauerfall. Es war recht interessant, wir haben wieder eine Menge Material und Hinweise bekommen. Danach ging’s mit einem Baguette bewaffnet wieder nach Hause, ich habe gekocht und bin anschließend mit Alina, Anna, ihrer Schwester und Maxi ins KoToPo zum deutsch-französischen Abend gegangen. Es war eine gute Mischung, von 18 bis 60, und zur Hälfte Franzosen, zur Hälfte Deutsche, so dass wir tatsächlich beide Sprachen gesprochen haben. Manche Franzosen waren ein bisschen seltsam, die jüngeren vor allem, aber trotzdem war’s ein netter Abend. Zum Glück ist der Streik vorbei – es war kalt, als wir nach Hause gefahren sind.

Heute

Schon wieder frei…natürlich habe ich lange geschlafen und ein bisschen herumgegammelt, so langsam muss ich mich aber aufraffen und für morgen ein bisschen was vorbereiten. Ich werde einige Klassen alleine haben, in einer Gruppe werden Annick und ich zusammen unterrichten. Die lieben Kleinen, mal sehen, wie sie sich benehmen 😉

11
Okt
09

A Weekend In The City

Freitag

Treffen auf dem Place Bellecour mit überraschend vielen Assistenten. Wir sind in einen englischen Pub gegangen, dort wartete schon die nächste Assistenten-Ladung, wir waren locker 20. Weil’s eindeutig zu voll war, sind wir mit unserem Wein draußen gelandet. Noch war es nicht zu kalt.

CIMG1159Von dort sind wir zu den Berges weitergezogen, Michael vorneweg mit einer Horde von Amerikanern/Engländern/vielleicht noch anderen im Schlepptau. Schließlich hat sich die Gruppe gespalten in die, die billiges Bier im Spätkauf holen wollten, und die, die lieber teuer, aber dafür auf einem péniche (Partyschiff auf der Rhône) weiterfeiern wollten. Ausnahmsweise war ich in letzterer Gruppe. Auf dem Sirius war es gerammelt voll, auch hier haben wir wieder keinen Platz bekommen und saßen schließlich auf der Terrasse. Nicht lange allerdings, denn es fing an zu regnen, es wurde kalt und ungemütlich. Den Nachtbus hatte ich knapp verpasst, so dass mir nichts anderes übrig blieb, als mich zu Fuß auf den Weg zu machen. Michael wollte mich begleiten, aber er wohnt in der genau entgegengesetzten Richtung, das wollte ich ihm nicht antun. Mit dem Versprechen, mich zu melden, sobald ich angekommen bin, hat er mich schließlich ziehen lassen. Weit war’s ja nicht, ich habe ungefähr 20 Minuten gebraucht, aber trotz Schirms war ich quatschnass und ziemlich durchgefroren, als ich zuhause war. Ich habe Michael eine SMS geschrieben und bin ins Bett gefallen – am nächsten Tag sollte der Wecker früh klingeln!

Im Goethe-Institut war ein Workshop für Assistenten, von 10-16.30 Uhr. Verdammt früh! Die ersten 2 Stunden habe ich dann auch eher im Halbschlaf erlebt. Es gab ein paar ganz gute Anregungen zur Arbeit mit Bildern im Unterricht, aber richtig konzentrieren konnte ich mich noch nicht. Nach einem Sandwich in der Mittagspause, schön in der Sonne mit den anderen, ging’s besser. Wir haben jede Menge Material bekommen – so viel, das kann ich mir gar nicht alles durchlesen! An die zweite Hälfte des Workshops, in der es um die Arbeit mit Filmen ging, kann ich mich deutlich besser erinnern – auch hier wieder viele Anregungen. Alles in allem ein langer, aber recht interessanter Tag.

Schwer bepackt sind wir danach alle erstmal nach Hause gefahren. Später habe ich mich mit Michael getroffen, um zu einem Tanz- und Performance-Festival zu gehen. Wir haben uns eine Aufführung angeguckt namens Bancs publics, ziemlich cool! Eine Mischung aus Tanz und Akrobatik, mit sehr französischer Musik – Akkordeon-Klänge!

CIMG1168Sehr klasse war es, als sich einer von ihnen das Akkordeon auf den Rücken schnallte, mit dem Akkordeon-Spieler die Stange hochkletterte und dieser dann oben auf dem Rücken seines Partners spielte…

CIMG1170Weil es schon wieder regnete und die nächste Vorführung erst um 23Uhr gewesen wäre, sind wir danach gegangen und ich bin zu Maxi gefahren. Anna und ihre zwei Mitbewohnerinnen kamen auch bald und wir haben ein bisschen Wein etc. getrunken. Später, sehr viel später, haben wir uns auf den Weg zu den péniches gemacht – wohl zu spät. Am Sirius war die Schlange ewig lang, in eins sind wir nicht reingekommen und das dritte war – naja…nicht berauschend. Wir sind nicht lange geblieben und sind wieder nach Hause gelaufen. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei McDonald’s bin ich ins Bett gefallen und habe heute endlich mal wieder richtig ausgeschlafen.

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Gleich treffe ich mich mit Rosalie, Anna und Noélie (ihrer Mitbewohnerin) zum Mittagessen, danach sind wieder Les Subsistances angesagt. Bonne

09
Okt
09

Die erste Schulwoche ist vorbei…

…aber für alle, die so neugierig waren, hier erstmal das versprochene, aber leider völlig verwackelte Foto:

CIMG1155Das Abendessen bei Jacques und seiner Frau war sehr nett; obwohl wir uns ja gar nicht kannten, hatte es nichts Gezwungenes. Und nicht zu vergessen das leckere Essen: Honigmelone als Vorspeise, danach Nudeln mit Lachs-Sahne-Sauce und zum Nachtisch meringues (Baiser, wie man in Frankreich lieber nicht sagen sollte) mit Apfelkompott aus dem Garten. MMMM! Leider musste ich heute früh aufstehen, sonst wär ich gerne noch länger geblieben.

Um 9 Uhr sollte ich in St Laurent de Mure sein, Abfahrt vom Gare de la Part-Dieu um 8. Das herbstliche Wetter war schon ein Vorgeschmack auf den Winter – es wird nicht schön! Wenigstens waren die Klassen sehr, sehr toll – nicht unbedingt, was das sprachliche Niveau angeht, aber sie waren alle so klein und niedlich! (Hoffentlich sage ich das auch noch, wenn ich sie alleine habe!) In allen Klassen hat Annick mich kurz vorgestellt und die Schüler konnten mir Fragen stellen – das war sehr lustig. In einer Klasse kam als erste Frage, wie alt ich denn sei, dann ob ich Haustiere hätte – nachdem Annick sie quasi mit der Nase darauf gestoßen hatte, haben sie mich dann doch noch gefragt, wie ich heiße, woher ich komme und warum ich in Frankreich bin. Obwohl der Tag ziemlich lang war, ist die Zeit schnell vergangen.

Die Rückfahrt hatte ich mir beschwerlich vorgestellt – bzw. unnötig lang: Um 15.30 hatte ich Unterrichtsschluss, der Bus nach Lyon fährt um 15.20. Und um 16.20. Glücklicherweise musste ich aber nicht so lange warten, weil Sandrine, eine Französischlehrerin, mich bis zur ersten U-Bahn-Station mitzunehmen, so dass ich doch zeitig zu Hause war und vor der Rush-Hour meine Einkäufe erledigen konnte – wobei ich allerdings die Hälfte vergessen habe, so dass ich jetzt ohne deutsches Brot dastehe und morgen wohl oder übel mal wieder baguette à l’ancienne essen muss 😉

Wenigstens für’s Abendessen hatte ich an alles gedacht – inspiriert von Michaels Facebook-Fotos habe ich Hähnchengeschnetzeltes mit Paprika, Zwiebeln, Tomate, Basilikum und Scharf gekocht, dazu Reis. Und weil ich immer noch viel zu viel koche, war auch für Laure noch genug da. (Es war sehr, sehr lecker!)

Später treffe ich mich mit Michael, Rosie und ein paar anderen Assistenten am Place Bellecour. Ich weiß nicht, was wir unternehmen werden, habe aber das unbestimmte Gefühl, dass wir auf den Berges du Rhône enden könnten – ich nehme ne warme Jacke mit!

08
Okt
09

Rainy Day Woman

Schon blöd, wenn ich mich auf den Wetterbericht verlasse und den Tag in Gedanken schon im Top an der Rhône oder im Parc de la Tête d’Or verbracht habe – nur, um vom Regen geweckt zu werden, der gegen das Fenster klatscht. Und statt der vorhergesagten 27°C sind’s nur 18. Verdammt. Ich habe den Morgen genutzt, um mein Zimmer in Schuss zu bringen.

Und das konnte ich, weil ich gestern einen kleinen Ausflug nach St Priest gemacht habe – zum örtlichen IKEA. Maxi und ich haben uns am Part-Dieu getroffen und haben uns zusammen auf den weiten Weg in den Vorort gemacht. Nach gefühlten 2 Stunden im Bus und in der überfüllten Tram lagen nur noch knappe 10 Minuten Fußmarsch vor uns, ehe wir die so vertrauten heiligen Hallen betreten konnten.

CIMG1129Ich brauchte nur ein paar Kleinteile, eine Bettdecke nebst Bettwäsche, einen kleinen Spiegel und Bilderrahmen, damit das Zimmer etwas wohnlicher wird; Maxi war auf der Suche nach einem Nachttisch. Wir haben schnell gefunden, was wir suchten – das IKEA hier ist im Vergleich zu Spandau winzig (und total überfüllt, selbst an einem Mittwochnachmittag).

SB-Halle à la francaise

SB-Halle à la francaise

Expedit, brun noir, 19.95€

Étagère Expedit, brun noir, 19.95€

Wir sind bezahlen gegangen und haben als Stärkung für die Heimreise lecker (naja…vor allem billig) Hot Dog gegessen – ohne Röstzwiebeln, ohne Gurke, aber mit Kräuter-Brötchen. Maxi hatte die Stärkung bitter nötig, Expedit war nicht leicht.

French Hot Dog

French Hot Dog

Wir haben uns im Sturm auf den Weg zurück zur Tram gemacht, beschwerlich war’s, bis wir unseren Lebensretter gefunden haben (an den wir natürlich früher hätten denken können…)

CIMG1139Bis zur Tram ging’s dann doch recht zügig voran, wir mussten nicht lange warten und konnten entspannt bis Grange Blanche weiterfahren – wo wir in den Bus umsteigen mussten. Selbiger stand schon an der Haltestelle, Maxi wurde von einem netten Mann von ihrer Last befreit, der mit schnellen Schritten dem Bus entgegeneilte – natürlich sind auch wir schneller geworden, denn so bald wollten wir das soeben gekaufte Goldstück nicht schon wieder loswerden. Der Gedanke war unbegründet – er versuchte tatsächlich nur, den Bus noch zu erreichen – geglückt! Bis Part-Dieu war’s dann wieder bequem, wenn auch der Bus mehr schaukelte als die Tram, so dass Maxi schon einen kleinen Vorgeschmack darauf bekam, wie der letzte Wegabschnitt werden würde. Von Part-Dieu aus gab’s eigentlich nur eine sinnvolle Möglichkeit, zu Maxi nach Hause zu kommen: zu Fuß! Expedit wiegt 19kg, ist unhandlich und die Stadt war voll – was für ein Spaß! Obwohl wir uns alle paar Schritte mit dem Tragen abgewechselt haben, haben wir eine halbe Ewigkeit gebraucht und unsere Arme brannten. Vom Fahrstuhl bis zur Wohnung war Maxi nicht einmal mehr fähig, das Teil zu tragen – es wurde geschoben! Bei Maxi angekommen, erwartete mich eine freudige Überraschung: Eierkuchen! Alina, ihre Mitbewohnerin, hatte gekocht und es war genug für alle da…die Teile waren verdammt lecker! Dazu gab’s Apfelmus und Zimt-Zucker – ein Genuss! So gestärkt und hundemüde habe ich mich auf den Weg zu mir gemacht, um meine Einkäufe loszuwerden, bevor wir uns zum Deutsch-Französischen Café aufgemacht haben.

Dummerweise hatten wir uns im Datum geirrt – und das Japanisch-Französische Treffen stand auf dem Programm…nun gut, wir haben trotzdem was getrunken und sind relativ bald wieder gegangen – nächste Woche gehen wir aber wieder, dann mit dem richtigen Programmpunkt.

Heute Morgen, wie gesagt, habe ich mein Zimmer verschönert – jetzt fehlt nur noch irgendeine pflegeleichte Pflanze.

ja, es ist klein!

ja, es ist klein!

Irgendwie fehlt noch was...ne Blume!

Irgendwie fehlt noch was...ne Blume!

Heute steht sonst erstmal nichts an, Unterricht muss ich ja noch nicht vorbereiten – später noch das Abendessen bei Jacques, darauf freue ich mich schon sehr, und ich glaube, ich bin nicht die einzige, die gespannt ist!