25
Sep
09

Hannah hat eine französische Handynummer – und alle so: yeaah!!!

jawoll, trotz des Streiks habe ich mich heute Vormittag auf den Weg zum Carrefour im Centre Commercial Part-Dieu gemacht…bis zum Hôtel de Ville bin ich mit der Metro gekommen (und musste auch nur schlappe 15 Minuten warten), von dort aus mit irgendwelchen Bussen weiterzufahren, war mir zu kompliziert, und so habe ich mich zu Fuß auf den Weg gemacht. Ohne Stadtplan! Mein Orientierungspunkt (den ich sehr schnell aus den Augen verloren habe): Der Tour du Crédit Lyonnais.

Irgendwie habe ich mich durchgewurschtelt, erstmal immer am Ufer entlang – so weit, so einfach. Ich wurde kurz aufgehalten von einem Straßenfeger (der Mensch, nicht die Zeitung!), der mit mir was trinken gehen wollte – ah ja! Leider, leider konnte ich ihm meine Handynummer nicht geben…der Arme sah ganz geknickt aus.

Nach der kleinen Zwangspause ging’s schnellen Schrittes weiter durch das Lyoner Straßengewirr – und tatsächlich, nach einer knappen halben Stunde war ich am Ziel! Schwerer als das Einkaufszentrum war allerdings im Carrefour die Handyabteilung zu finden – die freundliche Dame am Eingang hatte nur eine diffuse Handbewegung in die Ecke hinten links gemacht. Nachdem ich mich in der Papierabteilung verirrt hatte, habe ich dann doch noch die Handys entdeckt. Und die erste unfreundliche Französin – sie hatte entweder keine Ahnung oder keine Zeit oder war sich auch einfach nur zu schade, mir zu erklären, wie das mit dem Prepaid funktioniert und was ich machen muss, um an die 50 Freiminuten zu kommen, die anlässlich des 50jährigen Carrefour-Bestehens mit dabei waren. Tja, dann halt nicht…

Den Rückweg habe ich viel schneller gemeistert – einerseits, weil ich einen kürzeren Weg gefunden habe, zum anderen, weil ich darauf brannte, endlich meine französische Handynummer zu bekommen – ohne ist man echt blöd dran…also, zurück im Zimmer die Schere geschnappt und losgelegt – Akku raus, congstar-Karte raus und Carrefour-Karte rein. Und dann passierte – nichts! Die SIM-Karte wurde als ungültig angezeigt! Panik kam auf, weil mein Handy offenbar immer noch SIM-Lock hat von meinem T-Mobile-Vertrag, den ich schon seit über einem Jahr gekündigt und munter das Handy bei der Billig-Prepaid-Tochterfirma weiterbenutzt hatte. Nach ein paar Recherchen im Internet war ich kurz davor, in den nächsten Handyladen zu gehen und mir das billigste verfügbare Zweithandy zuzulegen – die Anleitungen zum Entsperren waren eher was für Technik-Nerds. Zum Glück bin ich schließlich auf die eigentlich naheliegendste Sache gekommen: Einfach mal auf die T-Mobile-Website zu schauen! Und siehe da: man konnte den Code zum Entsperren online bestellen und sich per E-Mail zuschicken lassen. Das sollte so schnell wie möglich, aber spätestens innerhalb von 14 Tagen geschehen – noch 2 Wochen ohne Handy – ginge gar nicht!

Bei T-Mobile rechnet man ja eigentlich mit dem Schlimmsten, es dauerte aber keine 10 Minuten, bis ich meinen Unlock-Code im Spam-Ordner hatte. Also wieder: Carrefour-Karte rein, Tasten drücken, Nummer eingeben – und es funktionierte! Ich habe jetzt eine echte, ganz tolle französische Nummer und habe eben die erste SMS und den ersten Anruf bekommen – hach, was für ein erhebendes Gefühl!

Heute Abend werde ich mich nochmal in die Metro wagen, laut Notfahrplan fährt sie wie gewohnt bis Mitternacht, und mich mit einigen anderen Assistenten am Hôtel de Ville auf ein Bier treffen.

Also dann – bis bald!



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