24
Sep
09

Eine Woche Frankreich!

Kinder, wie die Zeit vergeht – vor einer Woche um die Zeit bin ich angekommen…Zeit, Bilanz zu ziehen? Noch nicht – zuerst, wie gestern: gestern

Den Tag über bin ich – wie so oft – mal hierhin, mal dorthin spaziert, habe Lyon bewundert und keine Fotos gemacht. Aber glaubt mir, es ist wirklich schön! Um 18 Uhr habe ich mich auf den Weg Richtung Masséna gemacht und im supermarché Ed sensationell günstige Trauben und Pflaumen gekauft: Elizabeth und Douglas, zwei Englisch-Assistenten irgendwo aus den USA (ich komme mit den Staaten immer durcheinander, es gibt einfach zu viele!), hatten zum Abendessen geladen, und da ich ja schlecht was kochen kann, gab’s von mir Obst. Elizabeth und Douglas hatten Spaghetti, Salat und Baguette vorbereitet, wir anderen waren für Nachtisch und Getränke zuständig. Da wir ca. 15 Leute waren, kam eine ganze Menge zusammen! Es gab die leckersten Dinge, und alles war extreeeem süß – Makronen, Kuchen, interessante Kräcker-Butter-Schoko-Kreationen und und und…ich konnte am Ende nicht mehr!

Da wir uns zum größten Teil noch nicht kannten, haben wir, als nach und nach alle eingetrudelt waren, eine große Vorstellungsrunde gemacht – ich bekomme die Namen allerdings nicht mehr ganz zusammen, ganz abgesehen davon, wo sie alle herkamen – zum Großteil aus den USA eben😉 außer mir gab’s noch eine Engländerin, Michael aus Australien, der mit deutscher Schlagermusik großgeworden ist und Bérénice aus Lyon, die vor 2 Jahren als Assistentin in Schottland war. Dreimal dürft ihr raten, wieviel Französisch ich gestern gesprochen habe!

chez Elizabeth et Douglas

chez Elizabeth et Douglas

Der Abend war sehr unterhaltsam, nette Leute, gutes Essen und viel Wein – was will man mehr?! Ich habe mich u.a. auch mit Ryan, dem Englisch-Assistenten an meinem Lycée in Décines unterhalten, er scheint ganz in Ordnung zu sein.

Mehr oder weniger zufällig hat sich eine Art German Corner (Michael, Rosalie, ich) gebildet – manchmal hat es auch Vorteile, wenn einen sonst niemand versteht!

Kamin und Michael

Kamin und Michael

Ja, richtig, Kamin…ich hatte, obwohl ich freie Auswahl hatte, wohl nicht richtig aufgepasst, wo ich mich hinsetze – jedenfalls stand mein Stuhl gefährlich nah am quasi tiefergelegten Kamin (der vermutlich nicht benutzbar ist – das Internet-Kabel kommt dort raus) und rutschte jedes Mal, wenn ich mich wieder setzte, ein Stück näher – bis, ja, bis ich irgendwann mit meinen Spaghetti 10cm tiefer saß…ich wusste gar nicht, wie mir geschieht, wurde aber schnell gerettet!

Nachdem wir uns alle mit den großartigen süßen Dingen vollgestopft hatten, kam urplötzlich der große Aufbruch, und da Michael, Rosalie, Bérénice und ich die letzten waren, hatten wir das schwere Los zu tragen. Nein, wir mussten nicht aufräumen – sondern den übrig gebliebenen schon geöffneten Wein mitnehmen! Wir sind zum Rhône-Ufer gegangen, offensichtlich DER Treffpunkt an warmen Abenden, es war ziemlich viel los. Es gibt jede Menge Bar-Café-Restaurant-Club-Schiffe, die vor Anker liegen, sieht echt hübsch aus.

Mit unserem Wein sind wir von Straßen- auf Uferpromenadenniveau gerutscht (kein Glatteis, Spielplatz!) und sind ein Stück am Wasser entlangspaziert, ehe wir uns gegenüber des Hôtel-Dieu (von außen sehr schönes Krankenhaus – von innen möchte ich es trotzdem lieber nicht sehen) hingesetzt und den Wein gekillt haben.

CIMG1041

Michael, Rosalie, Bérénice

CIMG1040

berges du Rhône

(eben waren die Fotos noch in ner anderen Reihenfolge, ich habe keine Ahnung, was ich gemacht habe, kann es also auch nicht rückgängig machen)

Soviel zu gestern, kleiner Zeitsprung: heute

Heute war der erste Streiktag bei den Verkehrsbetrieben. Die meisten Buslinien waren eingestellt, U-Bahnlinien waren verkürzt und fuhren selten und unregelmäßig – abgesehen von der Linie D – die ist automatisch und hat keinen Fahrer!

Weil ich der Metro nicht ganz vertraue und noch früher als sonst Betriebsschluss ist, bin ich heute Abend nicht weggegangen. Habe mir nur eben in der Grande Rue de la Croix-Rousse, die eine ziemlich enge Gasse ist, einen Döner geholt. Lecker, sage ich euch!

so much for today, à bientôt!


1 Response to “Eine Woche Frankreich!”


  1. 26/09/2009 um 03:09

    Ich neide dir den Wein-Exitus am Wasser. Ici werden die (sternenklaren) Nächte immer kühler: ohne Jacke gibt’s keine Garantie auf Gesundheit mehr.
    Btw. ein dickes Lob für den täglichen Bericht. maxima constantia tibi est.

    salut!


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