21
Sep
11

En attendant LE TAXI

Warteschlange auf’s nächste Taxi, Flughafen Tegel, Montag, kurz nach 10.

(Für die große Version einfach klicken)

 Ja, der gesamte Bereich zwischen den beiden gelben Taxi-Schildern stand voll. Ja, nach links ging die Schlange auch noch ein paar Meter weiter. Beim Bus sah’s allerdings auch nicht viel besser aus.

03
Mai
11

Apfeltorte à la Oma

Es ist schon eine Weile her, dass ich die hier gebacken habe – wird mal wieder Zeit, die Apfeltorte ist nämlich sehr lecker!

Zutaten

Für den Teig:

150g Zucker

150g Butter

1 Ei

1 Päckchen Vanillezucker

250g Mehl

1 gehäufter TL Backpulver

Für den Belag:

750ml Apfelsaft

200g Zucker

2 Päckchen Vanillepudding

6 große Äpfel

2 Becher Sahne

etwas Zucker

Sahnesteif

etwas Kakao/Zimt

  1. Zutaten für den Teig verkneten, ca. ⅓ für den Rand übrig lassen. In eine gefettete Springform geben, den Rand schön hoch ziehen.
  2. Apfelsaft mit Zucker aufkochen; Vanillepudding nach Packung mit dem Saft aufkochen
  3. Äpfel schälen und in Scheiben reiben; unter den Pudding heben
  4. Alles auf den Boden geben, bei 170° 1 Stunde backen und in der Form abkühlen lassen.
        5.  Sahne mit Sahnesteif und etwas Zucker steif schlagen und auf den kalten Kuchen geben.
       6.  Kakao und Zimt mischen und darübersieben.
10
Apr
11

Knit the City – Strick die Stadt!

Aus der Kategorie ‘Angefangen und wochenlang nicht beendet’ mal wieder ein neuer Beitrag:

Am ersten Märzwochenende haben wollige Horden aus England den Pariser Platz und das Spreeufer gegenüber des Berliner Doms eingenommen – Kraken über Kraken in allen erdenklichen Farben und Größen, Märchenprinzen und Berlin-verliebte Teddybären allenthalben. Der Anlass für die Invasion war die Veröffentlichung von Deadly Knitshades erstem Buch:

 

Knit the City - Maschenhaft Seltsames
Knit the City – Maschenhaft Seltsames, Hoffmann und Campe 2011

Deadly wer? Deadly Knitshade ist Mitbegründerin der Londoner Guerilla-Strickgruppe Knit the City, die mit bunt Gestricktem an Telefonzellen, Brücken, Statuen und allen anderen Orten versuchen, die Stadt ein wenig aufzuhübschen. Ob das in Berlin gelungen ist? Seht selbst!

 

Die drei fleißigen Strickerinnen

Aber was wäre so ein Garnsturm aus Anlass einer Buchveröffentlichung ohne ordentlich Medienauflauf?! Ich weiß nicht mehr ganz genau, wer da war, jedenfalls waren die drei Damen von der Nadel pausenlos mit Radio-, Zeitungs- und Fernsehinterviews beschäftigt. Unter anderem dabei war ein Team von Titel, Thesen, Temperamente, das uns den ganzen Tag lang bei eisigem Wind begleitet hat – leider ist bisher der Beitrag nicht ausgestrahlt worden, Fukushima kam dazwischen. Vielleicht irgendwann, eines fernen Tages…ich werde die Augen offenhalten und ggf. hier alarmieren, wenn’s doch noch gesendet wird.

Zum Abschluss noch ein paar Fotos vom Drumherum:

 

Letzte Vorbereitungen in der Akademie der Künste

Tatkräftige Unterstützung

 

Endlich im Warmen!

04
Apr
11

Sari-Suche

Im August bin ich zu einer indischen Hochzeit in London eingeladen – und natürlich brauche ich dafür noch das passende Outfit (genauer: zwei Outfits). Die Suche nach Saris hat begonnen und bisher zwei Treffer erzielt (plus einmal Salwar Kameez). Mit bunt und glänzend/glitzernd habe ich’s ja eigentlich nicht so, deshalb war ich doch positiv überrascht, dass die Saris doch nicht ganz so schlecht sind ;)

Sari Nr. 1

Sari Nr.2 - Mein Favorit bisher

Salwar Kameez - noch nicht ganz überzeugt

16
Dez
10

Noch mehr Weihnachts-, Back- und Blogzeit: Bethmännchen

Ja, wir haben fleißig gebacken, bisher unsere Standardsorten: Elisenlebkuchen, Amarena-Kirsch-Plätzchen, Zimtbällchen und Bethmännchen. Marzipan und Mandeln, viel mehr braucht es gar nicht für meine (Mit)Lieblingsplätzchen – es gibt immer die doppelte Menge, weil ich einfach nicht aufhören kann zu essen, wenn ich einmal angefangen habe!

Zutaten

300g Marzipan

80g Puderzucker

1 Esslöffel Mehl

50g gemahlene Mandeln

geschälte Mandeln zum Dekorieren

1/2 Eiweiß

Eigelb

 

1. Eiweiß steifschlagen, mit Marzipan, Puderzucker, Mehl und gemahlenen Mandeln verkneten.

2. Kleine Kugeln formen, mit jeweils vier geschälten Mandeln dekorieren und mit Eigelb bestreichen.

3. Im vorgeheizten Backofen bei 150°C 15 Minuten backen.

 


14
Dez
10

Weihnachtszeit – Blog- und Backzeit!

Ja, mich gibt es noch, Berlin hat mich nicht verschlungen. Nur die Motivation und die Anlässe zum Bloggen haben gefehlt. Aber weil ich gerade nichts zu tun habe, habe ich beschlossen, mir meine vernachlässigte Seite mal wieder vorzuknöpfen – diesmal, passend zur Jahreszeit, mit Plätzchenrezepten. (Und anderen, vielleicht.)

Das folgende Rezepte lässt sich genauso für Zimtsterne verwenden, aber ich hasse Ausstechplätzchen, und den Guss mit einer Stricknadel auch noch in die äußerste Stern-Spitze zu ziehen, macht mich wahnsinnig, deshalb die vereinfachte und genauso schön anzusehende Variante – Zimtbällchen.

 

Zutaten

3 Eiweiß

250g Puderzucker

1 EL gemahlener Zimt

2 EL Zitronensaft oder Kirschwasser

250g bis 300g fein gemahlene, ungeschälte Mandeln

 

  1. Eiweiß steif schlagen, Puderzucker nach und nach dazusieben. Mindestens 7 Minuten weiterschlagen, bis die Masse glänzt. Davon gut 3 EL für die Glasur zugedeckt beiseite stellen.
  2. Zimtpulver, Zitronensaft/Kirschwasser und Mandeln sorgfältig unter den Eischnee heben. Masse zu einer Kugel formen und 1 Stunde kalt stellen.
  3. Aus dem Teig mit nassen Händen walnussgroße Kugeln formen, in die Mitte mit einem nassen Kochlöffel eine Vertiefung drücken.
  4. Etwas Eiweißmasse daraufgeben und eine Haselnuss auf die Kugel setzen.
  5. Im vorgeheizten Backofen bei 125°C 25 bis 30 Minuten backen.

 

Und das sieht dann so aus:

(Nur Handyqualität, und warum das Bild gedreht ist, ist mir ein Rätsel, aber hey – Hauptsache lecker!)

31
Mai
10

Hannah will meer

(wie gesagt – ich gaukle zeitnahes Schreiben vor…es war natürlich nicht der letzte Freitag, sondern der Freitag vor 6 Wochen)

Am vergangenen Freitag haben Rosie, Ryan und ich uns zu einem spontanen Kurztrip an die französische Mittelmeerküste, genauer nach Sète, entschlossen. Die Entscheidung fiel gegen 21 Uhr, Zugtickets und Jugendherberge wurden noch schnell reserviert, und dann standen auch schon die Reisevorbereitungen an: Ryan und ich sind nach Hause gegangen, um Sachen zu packen und (in meinem Fall) den PAD-Bericht noch schnell fertig zu schreiben. Da meine Klamotten noch nicht alle trocken waren, habe ich erst bis Mitternacht geschrieben – leider nicht genug Zeit für die Lyoner Luft, der Fön musste her:

Dem Spektakel wohnte auch Ryan bei, der inzwischen mit Sack und Tüten vorbeigekommen war, um aus übrig gebliebenem Obst einen apple and pear crumble zu backen. Angesichts der leicht absurden Situation fiel es schwer, nicht dauernd herumzugackern – doch Rücksicht auf die friedlich schlummernde Laure war geboten, und so schälten wir in aller Stille Birnen und Äpfel, kneteten Streusel und tranken Weinreste, bis endlich um dreiviertel Zwei der Crumble goldgelb aus dem Ofen kam – noch kurz abgekühlt und transportfähig verpackt, ging es zurück zu Rosalie.

Nach kurzer Nachtruhe klingelte um 6 der Wecker – gerade genug Zeit, um den Zug nach Avignon um halb 8 zu bekommen. Völlig überrascht waren wir, als dieser tatsächlich planmäßig fuhr – die SNCF machte mal wieder grève, schon wochenlang. Nicht ganz so reibungslos lief es auf der restlichen Strecke von Avignon nach Montpellier: kein Regionalzug, kein TGV, nur ein Bus nach Nîmes stand bereit. Dank Rosalies aktiver Anstehtechnik und trotz zeternder Franzosen, die den Weg versperrten, saßen wir drei immerhin gemütlich auf Schalensitzen und blickten in die traurigen Gesichter all derer, die nicht mehr mitgekommen waren.

Letztendlich war die Busfahrt gar keine schlechte Unannehmlichkeit – wir haben mehr von der Gegend gesehen, und wir sind nicht einmal später als geplant in Montpellier angekommen, weil die Verbindung Nîmes-Montpellier gut passte. Da der nächste Zug nach Sète erst später am Nachmittag fahren sollte, haben wir uns die Innenstadt von Montpellier angeschaut und dort die leckersten Crêpes aller Zeiten gegessen – aus Buchweizenmehl und gefüllt mit allerlei Köstlichkeiten – Thunfisch, Ratatouille, frische Tomaten oder oder oder – die Auswahl war groß und die Wahl fiel schwer.

Nach dem Essen ging’s weiter mit dem TGV nach Sète – eingekesselt von Koffern, weinenden Kindern und Hunden. Riesigen Hunden. Zum Glück war die Fahrt bald überstanden und uns stand nur noch der Fußmarsch zur Jugendherberge bevor – bei 25°C, in der prallen Sonne und mit Gepäck wahrlich kein Zuckerschlecken – die letzten ca. 400m Meter  ging’s bergauf, die Schultern schmerzten – und dem Apple Crumble war auch schon gut warm geworden. In der Jugendherberge angekommen, haben wir erstmal unser Gepäck abgestellt und uns gesonnt. Als uns das zu langweilig wurde und die Sonne langsam hinter dem Hügel verschwand, haben wir uns auf den Weg zurück in den Ort gemacht und eins der vielen, vielen Restaurants fürs Abendessen ausgesucht. Irgendwann war es dann Zeit, in die Jugendherberge zurückzugehen, um endlich unser Zimmer beziehen zu können – wir hatten Glück, ein Zimmer für uns, alles ordentlich und sauber.

Da unsere Verpflegung für den Tag hauptsächlich aus Apple Crumble bestanden hatte, sind wir nach einer kurzen Erfrischungspause schon wieder den Hügel abwärts und zum Essen gegangen. Wir hatten uns ein Fischrestaurant ausgesucht, und Ryan, abenteuerlustig wie er ist, hat als Vorspeise die Austern-Schnecken-etc.-Platte gewählt – in der irrigen Annahme, das Zeug wäre irgendwie gekocht/frittiert/o.ä. – eine Entscheidung, die er noch bereuen sollte:

Was darauf folgte, war keine kulinarische Höchstleistung, aber ganz okay. Satt und müde sind wir in die Jugendherberge zurückgelaufen und haben uns ins Bett gehauen – mit der Aussicht auf einen Tag am Strand.

Schock am Morgen: man sah nichts. Außer Wolken und Nebel. Beim Frühstück waren wir gedrückter Stimmung und schon dabei, einen Plan B zu entwerfen. Unsere Mienen hellten sich erst auf, als der Himmel aufriss, pünktlich nach unserer Einkaufstour bei Monoprix, und wir doch noch zurück zu Plan A gehen konnten!  Der Strand war eine gute halbe Stunde von der Jugendherberge entfernt, wir haben uns für den noch etwas längeren, aber schöneren Weg über den Hügel entschieden. Hübsch war’s, ein bisschen windig und sonnig – perfekte Bedingungen für den ersten Sonnenbrand!

Am späten Nachmittag haben wir uns auf den Weg zurück gemacht und haben im Hostel ein Festmahl zubereitet, schließlich wollten wir auch im Urlaub nicht auf unsere Kochrituale verzichten – es gab Taboulé und staunende Blicke von der Herbergsmutter.

Der nächste Tag verlief ähnlich, mit dem einzigen Unterschied, dass Rosie kränkelte und beim Sonnenbaden passen musste. Sie hat was verpasst: ein Bad im Mittelmeer! So viel kälter als die Ostsee im Sommer war es nicht. Trotzdem wurde es am Strand irgendwann frisch, und so sind wir zur schlafenden Rosalie zurückgekehrt, haben mit den Resten vom Vortag gekocht und Karten gespielt. Mit der Ruhe des Vortags war es allerdings vorbei: schlagartig hatte sich die Jugendherberge gefüllt – mit Jugendlichen! Ryan und ich haben noch ein bisschen mit ein paar anderen Gästen gequatscht und sind früh ins Bett. An Schlaf war nicht zu denken: Feueralarm! Minutenlang gab es ohrenbetäubendes Klingeln, das selbst Tote aufgeweckt hätte. Ich will ja keine Vermutungen anstellen, aber…wer war doch gleich angekommen?!

Am Dienstag war Rosie wieder fit genug, um zum Strand mitzukommen – es war der bisher heißeste Tag, kaum noch Wind und keine Wolke am Himmel. Perfekt, um herumzuliegen, zu lesen und zu dösen! Dösen wollte wohl auch die Sonne und hat sich am Nachmittag spontan aus dem Staub gemacht. Naja – so hatten wir wenigstens Zeit genug, das Abendesen vorzubereiten, ganz unspektakulär mit Salat, Baguette, Guacamole und Nachos. Diesmal wurde es etwas später, wir saßen noch mit einem Deutschen und einem Ami auf der Terrasse und haben mit der Herbergsmutter gequatscht. Und so hatten wir wenigstens noch nicht geschlafen, als der Feueralarm losging…wieder war’s die Jugendgruppe…

Am Mittwoch mussten wir schon wieder zurück nach Lyon, der Streik war vorbei und wir hatten somit keine Ausrede, unseren Urlaub zu verlängern…schade eigentlich, schön war’s…




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